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Jetzt kann er seinen Namen schreiben

Ich erinnere mich an fast nichts mehr von früher. Nur, dass ich am Land gelebt habe. Ich habe Hunger gehabt, deswegen bin ich von daheim weggelaufen. Ich bin in einen Zug eingestiegen und bin hinunter gefahren in eine große Stadt, nach Bukarest. Am Bahnhof waren Kinder, die Aurolack genommen haben. Ich war neugierig und dann habe auch ich angefangen Drogen zu nehmen. Um zu Überleben habe ich gebettelt.
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Geschlafen hab ich in den Stiegenhäusern der Wohnblocks. Wenn ich von die Leute dort gefunden wurde, bin ich verjagt worden. Die, die mit mir Mitleid hatten, gaben mir zu Essen und etwas zum Anziehen. Eines Tages haben die Polizisten mich mitgenommen und ins Kinderhaus Ciresarii gebracht. Doch dort fühlte ich mich nicht wohl. Eugen hat mich dort gefunden, und mich zu CONCORDIA ins Kinderhaus St.Paul gebracht.
Auch da waren viele Kinder, aber sie waren nicht so wie die vom Bahnhof. Die ersten, die ich gesehen habe waren Cristi und Flori. Sie sind auch jetzt noch meine Freunde. Am Anfang war es etwas schwer, weil ich nicht mehr das machen konnte, was ich wollte. Die Kinder müssen hier alles machen. Das Wichtigste ist zur Schule zu gehen. Manchmal habe ich mich fürchterlich geärgert, dann habe ich die Sachen der anderen Kinder kaputt gemacht. Dann wollten sie nicht mehr mit mir spielen und die Erzieher war traurig. Eine Zeit lang bin ich auch schon in die Schule gegangen, aber ich war nicht brav und sie haben mich rausgeschmissen. Aber dieser Jahr werde ich wieder in die Schule gehen. Zuhause habe ich schon die Buchstaben gelernt. Jetzt kann ich meinen Namen lesen und schreiben. Mama Vali, die Köchin, ist meine beste Freundin geworden. Sie hat mir gute Sachen beigebracht und mich manchmal mit zu ihr nach Hause mitgenommen. Ich habe Sehnsucht nach meiner Mama. Sie hat mir immer gesagt, ich solle viel lernen und viel singen. Darum habe ich jetzt auch angefangen Klavier zu lernen. Ich werde einmal zu meiner Mutter fahren, um sie zu sehen. Wenn ich weiß, wo sie ist.

Februar 2002

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