| Weihbischof Helmut Krätzl hat am Sonntag in der Wiener Konzilsgedächtniskirche an der Feier zum 30. Jahrestag der Priesterweihe des Jesuitenpater Georg Sporschill teilgenommen. Es folgte ein großes Jugendfest im Kardinal-König-Haus.
Eine Zukunft für die Jugend
Bischof Krätzl erinnerte daran, dass Pater Sporschill immer für die Jugend da und mitten unter ihr war. Das gelte für seine Kaplanszeit in der Pfarre Lainz, deren Gotteshaus die Konzilsgedächtnis-Kirche ist, aber auch für das Caritas-Jugendhaus (JUCA) in der Blindengasse, für die Pfarre St. Cyrill und Method im 21. Bezirk und für die Arbeit mit den Straßenkindern in Osteuropa.
"Die Jugend nahm ihm seine oft strenge, eigenwillige Art ab, weil sie merkte, dass er sie mag, mitten im Leben steht und sie dazu führt, aus dem Glauben zu leben", so Weihbischof Krätzl. In seinem Interview-Buch mit dem wahrhaft jung gebliebenen Kardinal Carlo Maria Martini habe Pater Sporschill eine Kirche aufgezeigt, die auch für die Jugend Zukunft hat.
Überzeugender Einsatz für die Armen
Pater Sporschill habe aber auch gezeigt, dass Caritas "soziales Gewissen der Gesellschaft" sein soll, unterstrich Bischof Krätzl: "Caritas kann öffentliche Sozialeinrichtungen nicht ersetzen, sie soll sich aber zum Anwalt derer machen, die durch das soziale Netz fallen oder wahlpolitisch nur eine unbedeutende Größe haben". Quellen der Kraft für Pater Sporschill seien die "ignatianische Spiritualität", sein "offenes Herz" für die Not der Menschen, die Bibel und die Eucharistie.
Abschließend sagte Bischof Krätzl: "Lieber Georg, an Deinem Priesterjubiläum danke ich Dir im Namen von Tausenden, dass Du ihnen Lebenshilfe geleistet und damit neue Lebensfreude gegeben hast. Ich danke Dir im Namen von Hunderten, die Du zum sozialen Dienst motiviert hast. Und ich danke Dir im Namen von uns Bischöfen, dass Du durch Deinen so überzeugenden Einsatz für die Armen das oft so angeschlagene Image der Kirche bei vielen wieder leuchtend gemacht hast".
- stephanscom.at
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