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Pater Georg Sporschills Hilfsprojekt Concordia errichtet Suppen-Küchen in Europas Armenhaus. Spenden Sie für Sozialprojekte in
Osteuropa bei der „Presse“-Weihnachtsaktion.
"Lasst mich, ich will sterben", weint Donna Taisia. Vor einem Holzstück hockt die blinde Frau auf der Erde, daneben liegt eine Axt. Durch das
rostige Gartentor ist gerade Besuch gekommen: Tamara, Leiterin des Concordia-Sozialzentrums in Valeni im Süden Moldawiens, die der
78-Jährigen warme Suppe bringt. Sie hilft der Frau auf die Beine und beginnt, das Holz in Scheite zu hacken, die in den Ofen passen. Taisia ist
längst zu schwach dafür.
Es sind viele alte Menschen in Moldawien, dem ärmsten Land Europas, denen es wie Taisia geht. Nach dem Zerfall der UdSSR wanderte ein
Großteil der jungen Menschen aus der Ex-Sowjetrepublik auf der Suche nach Arbeit aus. Die Alten blieben zurück. Ohne Versorgung. Es war
Concordia, die Hilfsorganisation des Jesuitenpaters Georg Sporschill, die ihnen wieder Hoffnung brachte. Mit warmen Mahlzeiten als erste Hilfe.
Mahlzeiten, die in Suppenküchen zubereitet werden, die auch als Treffpunkte dienen, wo die Alten sich wärmen können. Und über ihre Not und
Einsamkeit sprechen.
Waisenkinder helfen den Alten
Dass Menschen wie Taisia jetzt eine regelmäßige Mahlzeit bekommen, verdanken sie jener Gruppe, für die Sporschill eigentlich nach Moldawien
gekommen ist – den Kindern. Für rund 300 Waisen richtete Concordia in Pirita, einem kleinen Dorf an der Grenze zur abtrünnigen Republik
Transnistrien, die „Stadt der Kinder“ ein – die Leser der „Presse“ stifteten dafür ein ganzes Haus.
Kaum hatten die Kinder ein Dach über dem Kopf, begannen sie, auch für die alten Menschen da zu sein. Mit Fahrrädern und Pferdekutschen
brachten sie Essen in ihre Häuser – und gaben damit jenes soziale Engagement weiter, das sie selbst empfangen hatten. Davon inspiriert baute
Concordia 2007 ein Zentrum mit Suppenküche und Essen auf Rädern in Pirita auf. Doch das Projekt blieb nicht darauf beschränkt – mittlerweile
wurden in Moldawien 23 Suppenküchen eingerichtet. Zusätzlich entstehen zehn Sozialzentren zur Betreuung von Kranken. Die Hilfe für die Alten
schafft auch Arbeitsplätze für die Jungen. Und die Suppenküchen schaffen Innovationen, um bald auf eigenen Füßen stehen zu können – jüngste
Idee: Selbst gemachte Marmelade soll verkauft werden. Bis es so weit ist, ist aber noch viel Arbeit nötig. Und Spenden, um Pater Sporschill zu
helfen, alten und jungen Menschen weiter Hilfe zu geben – und noch etwas, das sie besonders brauchen: Hoffnung.
Spenden
Kto.: 90016420, BLZ: 60000, PSK Bank. KW: "Die Presse Weihnachtsaktion"
- Die Presse, Dezember 2008
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