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Hungernde und frierende alte Menschen: In Moldawien keine Seltenheit. Nach einem Projekt
für Straßenkinder hat die Stiftung CONCORDIA im ganzen Land Sozialzentren gebaut |
Es ist kalt in Valeni. 250 Kilometer von der mol-dawischen Hauptstadt Chisinau entfern!, am Prut, dem Grenzfiuss zu Rumänien, gibt es kaum Heizungen. Die meisten der rund 3000 Einwohner sind arm. Arbeil gibt es schon lange keine mehr für sie. Seil der Überschwemmung im Frühling 2006 und der Dürre im Sommer 2007 sind die Acker versteppt und versalzt. Die Landwirtschaft ist so gut wie Im. 700 der Bewohner von Valeni sind alt und arm. „So viele Menschen, die hungern und frieren. Das hab' ich nirgends anders davor gesehen", erzählt Pater Georg Sporschill.
Straßenkinder „Es gibt ein
menschliches Prinzip: Man muss dorthin, wo die Not am größten ist." Der Vorarlberger Jesuitenpater Sporschill sieht es als seine Berufung, Menschen in der Not zu helfen. Deshalb hat er 1992 die gemeinnützige Stiftung CONCORDIA gegründet -ursprünglich, um Straßerikindern in Rumänien Zukunftschancen zu geben. Vorsitzender der Stiftung ist Hans Peter Haselsteiner, Vostands-vorsitzender der STRABAG.
Im Laufe der Jahre vergrößerte sich das Projekt immer mehr. 2004 ist es in Moldawien angelangt, wo in Zusammenarbeit mit der Ehefrau des damaligen kommunistischen Staatspräsidenten eine „Stadt der Kinder" in Piri-ta für 300 Waisen aufgebaut wurde.
Wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation des Landes hat Moldawien ein großes Problem: Die jungen Erwachsenen, die beim Aufbauen des Landes behilflich sein könnten, wandern aus, um Arbeit zu finden. Zurück bleiben Kinder und alte Menschen. Und alle haben Hunger. Also machte sich CONCORDIA 2007 daran, Sozialzentren mit Suppenküchen aufzubauen. Das erste entstand in Pirita, täglich werden dort 100 Menschen versorgt. Bis heute gibt es im ganzen Land 24 Suppenküchen und bald 10 Sozialzentren. 2000 Menschen werden so versorgt.
Die letzten beiden Zentren wurden am 7. Dezember in Valeni und Pleseni eröffnet. Mit aktiver Unterstützung des neuen moldawischen Ministerpräsidenten Vlad Filat, der seit Ende September im Ami ist und den Helfern Tür und Tor Öffnet.
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| Menschenschlange vor dem neuen Sozialzentrum in Pleseni |
Haselsteiner: Vorsitzender
der CONCORDIA Stiftung |
Suppenküche: Viel Brot für Hungernde |
Fakten: Das ärmste Land Europas
Lage Knapp eineinhalb Flugstunden von Wien entfernt liegt die Republik Moldawien zwischen Rumänien und der Ukraine.
Arbeit Von den gut vier Millionen Einwohnern lebt fast ein Viertel im Ausland, denn Arbeit gibt es Im Land fast ausschließlich in der Hauptstadt Chisinau.
CONCORDIA Die Hilfsorganisation wurde 1992 gegründet. um rumänischen Straßenkindern zu helfen. Seit 2004 ist sie in Moldawien tatig.
Hilfe In 24 Suppenküchen gibt es Essen und warme Räume für arme Menschen. Mehr als 300 Moldauer fanden außerdem einen Job bei dem Hilfsprojekt.
- Kurier, Dezember 2009 |