Der österreichische Jesuit Pater Georg Sporschill kam 1991 nach Rumänien und gründete den Sozialverein CONCORDIA, um Straßenkindern zu helfen. Heute leben in den Häusern von CONCORDIA etwa 400 Kinder und Jugendliche. Durch Streetwork, in Sozialzentren und durch den Club CONCORDIA werden weitere 300 Straßenkinder, Hilfesuchende und ehemalige Schützlinge betreut. CONCORDIA beschäftigt an drei Standorten - in Bukarest, Ploiesti und Aricesti - mehr als 160 Mitarbeiter.
Es ist ein langer Weg, bis ein Straßenkind zu einem Hoffnungskind wird. Begleitet von Sozialarbeitern, Erziehern, Lehrmeistern und Freunden soll das Kind die sechs Stufen des CONCORDIA-Konzepts durchlaufen:
Streetwork: Teams gibt es in Bukarest und Ploiesti; im Winter wird eine Kantine für hungrige Straßenkinder betrieben.
Sozialzentren: Dort finden Straßenkinder medizinische Erstversorgung, Waschgelegenheit, Beratung, Essen und Übergangswohnungen.
Kinderhäuser: In St. Paul in Bukarest, in elf Häusern auf der "Farm der Kinder" in Aricesti, in der Casa Austria, der Casa Alexandra und in vier Häusern in der "Stadt der Kinder" lebt man großteils in familienähnlichen Gruppen; die Kinder besuchen auch öffentliche Kindergärten und Schulen.
Lehrwerkstätten: Auf der "Farm der Kinder" in Aricesti gibt es Ausbildungsstätten für Bäcker und Tischler, in Ploiesti für Installateure.
Wohngemeinschaften: Unterkünfte für Abgänger, für Mütter mit Kindern und für Jugendliche von der Straße.
Club CONCORDIA: Jugendliche, die die Einrichtungen von CONCORDIA verlassen haben, sind in einem Club zusammengeschlossen, um sich gegenseitig weiter zu unterstützen, etwa durch Arbeitsplatz-Vermittlung.
Hans Kronspiess
7. Dezember 2002 |