Vor 25 Jahren überreicht ihm Prälat Ungar den Schlüssel zum Caritas-Jugendhaus in der Josefstadt. Vor allem obdachlosen Jugendlichen soll hier geholfen werden. Anrainer, Bezirkspolitiker und die Nachbarpfarre protestieren - doch unbeirrt führt der Jesuitenpater Georg Sporschill damals seinen Kampf für die Resozialisierung junger Menschen. Zehn Jahre später beginnt er in Osteuropa ein spektakuläres Betreuungsnetz aufzubauen: Für Waisen und verwahrloste Straßenkinder, die seit ihrer Geburt im Schatten leben. Ohne Dach über dem Kopf, ohne Geborgenheit, ohne Hoffnung. Doch bevor er helfen kann, braucht er Geld. Der einstige Sozialarbeiter entwickelt sich zum Manager der Nächstenliebe: Er überzeugt - mit Charme, Charisma und Hartnäckigkeit - Wirtschaftsbosse und Politiker zu spenden. Für die Ärmsten der Armen. Für Menschen am äußersten Rand der Gesellschaft. In der Ukraine, in Rumänien und der Republik Moldau. Den verwahrlosten, fast verhungerten Kindern bietet Georg Sporschill nicht nur ein Zuhause, sondern auch Zukunft. Mit Brot und Bildung als Perspektive für ein menschenwürdiges Leben.
- Michael Horowitz
- KURIER - Freizeit, Lesezeichen, Jänner 2008
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